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8 Min. Lesezeit kohero

Dossier: Arbeitserlaubnis für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte

Du liest diesen Newsletter, um jede Woche mehr über Flucht, Migration und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu lernen. Alle zwei Wochen erhältst du hier Einblicke in unsere Redaktion und aktuelle Themen.

Dossier: Arbeitserlaubnis für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte

Du liest den kohero newsletter aktuell mit 5.667 anderen aus unserer kohero kommunity. Diese Ausgabe von Donnerstag, 23. April 2026 umfasst ca. 1.686 Wörter und etwa acht Minuten Lesezeit.


Hallo und Salam aus der Redaktion 👋

Herzlich Willkommen zu einer kleinen Spezialausgabe unseres kohero Newsletters, zu deren Beginn wir dir gleich mal einen Text aus dem Online-Magazin ans Herz legen wollen.

Das Forschungsinstitut für Gesellschaftlichen Zusammenhalt (FGZ) hat die bislang umfassendste Studie zu Rassismus in deutschen Behörden veröffentlicht. Unsere Autorin Anna hat sie durchgearbeitet und die wichtigsten Ergebnisse hier für dich zusammengefasst.  

Rassismus in deutschen Behörden
Die Studie des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist die bislang umfassendste Untersuchung zu Rassismus in staatlichen Institutionen in Deutschland. Sie liefert wichtige, bisher unerforschte Fakten: Rassistische Diskriminierung ist in allen untersuchten Institutionstypen existent

Warum starten wir mit ausgerechnet diesem Artikel in den Newsletter?

Weil er genau die Zustände thematisiert, die uns bereits vor einiger Zeit dazu bewogen haben, das kohero Dossier als festes Format einzuführen. Denn immer wieder stoßen wir im Bereich Asyl und Flucht auf Missstände, die in der Öffentlichkeit zu wenig Beachtung finden.

Wir wollen deshalb noch genauer hinschauen, mehr Platz für längere Recherchen bei kohero schaffen und dabei auch mit erfahrenen Journalist*innen zusammen arbeiten.

Und damit kommen wir nun auch endlich zum Anlass für diese Newsletter-Ausgabe. Denn: Heute ist es soweit!

Das neue kohero Dossier ist AB JETZT ONLINE

Dossier: Arbeitserlaubnis

Kaum ein Thema wurde in den vergangenen Wochen und Monaten so heiß diskutiert wie der deutsche Arbeitsmarkt. Unzählige Stellen bleiben unbesetzt, der Krankenstand ist nach wie vor extrem hoch und viele Arbeitnehmer*innen klagen über große Belastung und Fachkräftemangel, insbesondere in sogenannten Engpassberufen. Gleichzeitig gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Menschen, die schlicht nicht arbeiten dürfen, weil sie in langwierigen Asylverfahren oder Duldungen feststecken. Was läuft hier schief?

Dieser Frage sind unsere Autor*innen Vanessa Barisch, Selin Erdogan, Emad Almansour, Jasmin Kranz und Wanda Margret Maijka nachgegangen. Die Recherche zeigt, wie veraltete Bürokratie Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte den Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert und wie struktureller Rassismus in deutschen Behörden zum Teil deutlich spürbar ist.

Außerdem sprechen wir mit Betroffenen darüber, welche Auswirkungen diese systematische Ausgrenzung und das erzwungene Nichtstun auf ihre Psyche und ihren Alltag haben: „Nichts ist schlimmer, als fünf Jahre untätig herumzusitzen”, sagt zum Beispiel Desmond William, den du in unserer Titelreportage kennenlernst. „Ich bin schließlich nicht nach Deutschland gekommen, um mein ganzes Leben mit Warten zu verschwenden.“

Pflegekräfte brauchen wir nicht
Desmond William arbeitete als Pflegekraft, bis die Ausländerbehörde ihm die Arbeitserlaubnis entzog. Nun ist er mit seiner Familie wieder auf Sozialleistungen angewiesen und fürchtet eine Abschiebung

Als Member erhältst du exklusiven Zugang zu allen Dossier-Artikeln – auf unserer Website und im Member-Bereich am Ende dieser Newsletter-Ausgabe. Viel Freude beim Lesen!

kohero existiert nur, weil Menschen wie du uns lesen, unterstützen, kritisieren und begleiten.Wir freuen uns sehr über dein Feedback: Was wünschst du dir im neuen Jahr von kohero? Was können wir besser machen? Welche Themen fehlen dir persönlich? Schreibe uns gern unter hussam@kohero-magazin.de.

Danke, dass du Teil von kohero bist.

Frühlingshafte Grüße,
Dein kohero-Team 💜

P. S.: Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, sind wir (mal wieder) auf der Suche nach einem neuen Büro. Wenn du etwas hörst oder liest, schreib uns auch dafür gerne an hussam@kohero-magazin.de. Wir sind dankbar für jeden Hinweis und halten euch hier natürlich auf dem Laufenden.


Empfehlung aus der Online-Redaktion

nelken & nostalgie ist der Newsletter für kulinarische Entdecker*innen, die Essen nicht nur genießen, sondern auch dessen Wurzeln und persönliche Geschichten von Menschen aus aller Welt verstehen möchten. 

In der aktuellen Ausgabe schreibt unsere Autorin Lasab über äthiopische Ostertraditionen, ein Gefühl des Zusammenseins und das Gericht, das dabei auf keinen Fall fehlen darf. Viel Freude beim Lesen und Nachkochen!

Doro Wot: eine äthiopische Ostertradition
nelken & nostalgie ist der Newsletter für kulinarische Entdecker*innen, die Essen nicht nur genießen, sondern auch dessen Wurzeln und persönliche Geschichten von Menschen aus aller Welt verstehen möchten. In dieser Ausgabe: Doro Wot von Lasab

Komm mit uns ins Gespräch!

Im kohero Salon lesen migrantische Autor*innen aus ihren Büchern. Danach habt ihr die Möglichkeit, euch mit den Autor*innen auszutauschen und zu diskutieren. 

Diesmal: „Baba Issues“ von Tessniem Kadiri

Tessniem Kadiri setzt sich mit der prägendsten wie auch schwierigsten Beziehung in ihrem Leben auseinander: der zu ihrem Vater. Seit sie ein kleines Kind war und den liebevollen Umgang ihrer Freundinnen mit deren Vätern beobachtet hat, fragte sie sich, woher die Distanz kommt, die stets zwischen ihr und ihrem Vater stand. Getrieben von unbändiger Neugier und einem starken Willen, gerieten die beiden immer wieder in scheinbar unlösbare Konflikte, bis ein Bruch unausweichlich war.

Ihre Baba Issues lassen sie nicht los. Versagt das toxische Männerbild, mit dem ihr Vater im ländlichen Marokko aufgewachsen ist, es ihm, einen liebevollen Umgang mit seinen Töchtern zu pflegen? Wäre alles anders, wenn eine ältere Schwester all diese Kämpfe für sie ausgetragen hätte? Was ist echte Emanzipation? Hat sie deswegen ,,Daddy Issues“?

Tessniem Kadiri, gebürtige Pott-Deutsche mit marokkanischem Migrationsvordergrund, hat bereits als Jugendliche angefangen, journalistisch zu arbeiten. Heute ist sie u. a. als Moderatorin des renommierten Weltspiegels (ARD) und als Autorin und Host für den WDR Newsroom tätig. Sie schreibt Artikel, Kolumnen und gibt Workshops. 

Alle Infos zur Lesung findet ihr auf kohero-magazin.de. Die Veranstaltung wird gefördert von der dhu Stiftung.

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