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Chancengleichheit im Bildungssystem – eine migrantische Perspektive

kohero Autorin Sevinç hat selbst erlebt, dass das Bildungssystem in Deutschland nicht immer fair ist. Ein Essay über Chancengleichheit, akademische Erfolge und den Glauben an Potentiale.

Fotograf*in: Ivan Aleksic auf Unsplash

Ich erinnere mich noch genau an den Moment in meinem Sozialwissenschaftsunterricht in der 11. Klasse. Das Thema war Chancengleichheit. Meine Lehrerin zeigte eine Karikatur von Hans Traxler und wir Schülerinnen und Schüler sollten dieses Bild kommentieren. Ich fing an, das Bild still in meinem Kopf zu analysieren: Der Lehrer sitzt auf dem Stuhl und gibt den gegenüberstehenden sieben Tieren die gleiche Aufgabe. Sie lautet: “Klettert auf den Baum!” Allerdings könnten die Tiere nicht unterschiedlicher sein. Zu sehen sind ein Affe, ein Vogel, ein Pinguin, ein Elefant, ein Fisch, eine Robbe und ein Hund.

Meine Familie hat einen türkischen Migrationshintergrund. Ich selbst bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Deutsch lernte ich im Kindergarten, da Zuhause ausschließlich Türkisch gesprochen wurde. Die Grundschulzeit empfand ich positiv. Ein- bis zweimal in der Woche ging ich zum Türkisch-Unterricht. Meine Muttersprache gut zu sprechen war mir wichtig. Für den Türkisch Unterricht, den ich damals hatte, bin ich sehr dankbar.

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Die Suche nach Gerechtigkeit brachte Sevinç in ihr deutsch-türkisches Jurastudium in Köln und Istanbul. Heute arbeitet sie als deutsch-türkische Juristin und Journalistin. Sie interessiert sich für die Themen soziale Ungleichheiten, Bildungsgerechtigkeit, Migration und Außenpolitik. Sie hat außerdem eine Leidenschaft für die Themen Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeit und positive Psychologie entwickelt.

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Foto: // Fabienne Kollien

Seenotrettung: Das Gesetz des Meeres

Im letzten Semester konnte ich im November 2019 in der Ringvorlesung im Curriculum „Friedensbildung“ der Uni Hamburg einen Vortrag der Rechtsanwältin Annette Schmidt besuchen. Er hatte den Titel „Seenotrettung versus internationales Seerecht“. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus über das Gesetz des Meeres möchte ich gern mit euch teilen. Pflicht zur Rettung von Menschen in Seenot Die Pflicht zur Rettung von Menschen in Seenot ist als Ausdruck der Menschlichkeit tief in der jahrhundertealten, maritimen Tradition verankert. Sie gilt als ungeschriebenes Völkergewohnheitsrecht in jedem Bereich der See. salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen.  Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de Dein kohero-Team Hier anmelden!  

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Brasiliens verleugneter Rassismus

Brasiliens verleugneter Rassismus

Was an dem Abend geschah Es ist circa 20:30 Uhr am Donnerstag des 19. November, 2020, als Joao Alberto Freitas, 40 Jahre alt, zusammen mit seiner Frau Milena, den Supermarkt Carrefour in Porto Alegre, der südlichsten Hauptstadt Brasiliens, betritt. Es ist der Vorabend des „Tags des Schwarzen Bewusstseins“, ein Feiertag in Brasilien. Joao Alberto kann zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, dass er diesen Abend nicht überleben wird. Aus ungeklärter Ursache entsteht eine Diskussion zwischen Joao und einer Mitarbeiterin des Supermarktes. Später sagt sie der Polizei „er wirkte extrem aufgeregt, ja wütend“, auch wenn es bisher keine Belege für diese Aussage gibt. Sie bittet zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes um Hilfe, auch das ist nichts Außergewöhnliches in vielen brasilianischen Läden. Zwei Männer nähern sich Joao und zerren ihn weg, in Richtung des großen Parkplatzes. Dort hält einer Joao fest, während der andere auf Joao immer wieder einschlägt. Fünf Minuten lang. salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen.  Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de Dein kohero-Team Hier anmelden!  

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Dr. Hani Harb (3. v. r.) mit dem Team der DSFG. Foto: Deutsch-Syrische Forschungsgesellschaft e.V.

„Es gibt viele Stipendien, aber keines für Syrer*innen“

Hani Harb hat in Jordanien Pharmazie studiert und promovierte nach einem Abschluss als Diplom-Humanbiologe in Marburg ebenda über Immunologie und Epigenetik. Es folgten Forschungsaufenthalte an der Harvard Medical School und am Boston Children’s Hospital, wo er als Postdoc und später als Junior Faculty Member tätig war. Nach einem kurzen Aufenthalt bei AstraZeneca hat Harb seit 2022 eine Juniorprofessur für Immunologie und Infektionsbiologie an der Technischen Universität Dresden inne.   salam, bitte melde dich kostenlos an, um den vollständigen Text zu lesen.  Wir sind gerade dabei, Mitgliedschaften zu entwickeln und testen einige Tools aus. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich per Mail an team@kohero-magazin.de Dein kohero-Team Hier anmelden!  

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