Autor Imad Al Suliman floh 2015 aus Syrien, heute lebt er in Berlin. Im Interview spricht er über zehn Jahre Deutschland – zwischen Schutz und Misstrauen, zwischen Menschlichkeit und Vorurteil. Ein bewegendes Gespräch über das, was nach der Flucht bleibt
Über fünf Millionen Muslim*innen leben aktuell in Deutschland – über fünf Millionen individuelle Geschichten und Lebensrealitäten. Glaubt man den deutschen Medien, gibt es nur die eine Muslimin, den einen Muslim. Dass dem nicht so ist, wollen die Wissenschaftlerin Dr. Raida Chbib und der Fotojournal
Cihan Acar hat ein wichtiges Buch geschrieben. Eines, das eine Welt und Menschen beschreibt, die längst zum Alltag in Deutschland gehören, die bis jetzt aber beinahe unsichtbar geblieben sind - zumindest im deutschen Literaturbetrieb.
Der Kampf der Rassen hat den der Klassen verdrängt«, diagnostiziert die französische Autorin Caroline Fourest in ihrem Buch »Generation Beleidigt«. Wer sprechen darf und wer nicht, hänge nun von Identität ab. Unsere Autorin findet: »Nur aufgrund von Identität zu canceln, das ist zu kurz gedacht«.