Strenggläubigen Muslimen wird oft vorgeworfen, sie wollten »zurück ins Mittelalter«. Der Islamwissenschaftler und Arabist Thomas Bauer hat ein Buch drüber geschrieben, warum das Unsinn ist. Ein Gespräch über polemische Geschichtsbegriffe.
Was bedeutet halal heute wirklich – in Zeiten von Massentierhaltung, Klimakrise und achtlosem Konsum? Ein Kommentar über Selbstbetrug, Verantwortung und die Frage: Heißt halal nicht mehr als nur „Bismillah“ beim Schlachten?
In Deutschland ist es verboten, Tiere ohne vorherige Betäubung zu schächten. Es sei denn, der oder die Gläubige kann nachweisen, dass es eine zwingend notwendige religiöse Vorschrift ist. Ein Überblick über die Debatte aus islamisch-theologischer Sicht.
Die Österreicherin Natascha Strobl forscht zu den Diskursstrategien der neuen Rechten. Im Interview spricht sie über den Attentäter von Halle und darüber, was Journalisten tun können, um sich nicht zum Werkzeug von Terroristen zu machen.
Ob islamistischer Anschlag, rechtsextremes Attentat oder Amoklauf: Die meisten schweren Gewalttaten werden von Männern begangen. Forscher sagen, das hat auch etwas mit unserer Vorstellung von Männlichkeit zu tun.
Islam und Feminismus: Vielen Muslimen, aber auch vielen Nichtmuslimen, gilt das als Widerspruch. Dabei gibt es inzwischen viele Frauenbewegungen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen - aus dem Islam heraus.
Der Islam gilt oft als politisches Problem, das durch Säkularisierung „behandelt“ werden müsse. Mahmoud Bassiouni widerspricht: Religiöse Überzeugungen gehören in die Öffentlichkeit – nicht als Gefahr, sondern als legitimer Teil demokratischer Vielfalt.
Am diesem Sonntag wird in Österreich gewählt. Unser Autor hat sich Äußerungen und Wahlprogramme der großen Parteien angeschaut. Er stellt fest: Antimuslimischer Rassismus ist längst salonfähig geworden. Stereotype dominieren den Diskurs.
Kritischen Muslimen wird die Debatte in Deutschland von zwei Seiten verweigert: Von Teilen der Linken und von konservativen Muslimen. Sie wollen den Rassismus im Land nicht bestärken – und spielen genau damit den Rechten in die Hände.
Islamkritik hat in Deutschland Konjunktur. Doch manch ein Kritiker nutzt das Label, um darunter rassistische Thesen zu verbreiten. Dabei lässt sich konstruktive Kritik durchaus von Islamfeindlichkeit abgrenzen.
Denn sie ist das einigende Band, das die Ideologie der Rechten anschlussfähig macht. Von Politikern und Medien wird dieser Zusammenhang bislang meist ignoriert. Dabei haben wir in Deutschland bereits gelernt, wie sich Ressentiments erfolgreich bekämpfen lassen.