Selin Erdogan (*2004) arbeitet an der Schnittstelle von Literatur und Wissenschaft. In Prosa und Lyrik sowie wissenschaftlichen Publikationen untersucht sie figurale Formen des Zwischenmenschlichen sowie deren fragile Aufrechterhaltung.
Das Meer rauscht, der Vater eilt hin – es ist das einzige Vermissen, das Selin von ihrem Vater kennt. Zwischen sandiger Erinnerung und verstaubten Ordnern voller Trauer entfaltet sich eine Geschichte über das Schweigen der Herkunft.
In vielen deutschen Kommunen wird eine Arbeitspflicht für Geflüchtete bereits praktiziert oder zumindest diskutiert. Die Betroffenen arbeiten dabei teilweise für eine Aufwandsentschädigung von nur 80 Cent. Doch inwieweit trägt das tatsächlich zur Integration bei?